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Gebäude Metropol


Die Stadt St.Gallen stieg spätestens mit der zunehmenden Industrialisierung im 18. Jahrhundert zu einer der führenden europäischen Metropolen der Edeltextilien auf. In der kulturträchtigen Gallus-Stadt wurden und werden noch immer luxuriöse Spitzen und kunstvolle Textilien hergestellt und angepriesen. Diese Edelware wird in alle Welt verschickt: Umschlagszentrum war und ist der Bahnhof St.Gallen.


Der Bahnhofplatz in St.Gallen ist eine fast deckungsgleiche Kopie eines grossen Vorbilds: Der Architekt Camillo Sitters hat ihn der historischen «Piazza Erbe» in Verona nachempfunden. So entstand 1907 der romantische Bahnhofplatz mit seinem Charme aus Wiener Jugendstil und verspielten Elementen der Belle Époque. An den Bahnhofplatz angrenzend stand bis 1946 das Hotel «Bahnhof»: eine funktionale und zugleich praktische Herberge für Textilhändler.


Nach dem zweiten Weltkrieg, 1947, wollten die St.Galler eine weltoffene, moderne Zeit einläuten. Dies hatte auch Konsequenzen für das Hotel «Bahnhof». Es wurde abgerissen und anschliessend wieder aufgebaut. Es trug ab sofort den Namen: Hotel «Metropol». Die St.Galler erhielten durch den Architekten Otto Glaus ihren ersten kubisch-modernen Bau. Die geraden, unverfänglichen Linien des Hauses harmonieren perfekt mit der verspielten Umgebung des Bahnhof-Areals. Das wird auch nach der Umgestaltung des ganzen Bahnhofplatzes in einigen Jahren noch der Fall sein. Das Metropol-Gebäude steht unter Denkmalschutz.